Von 9.2 zu 9.5 – Ein erfolgreicher Versionssprung im EWM bei DG Nexolution
Mit dem Upgrade auf EWM 9.5 und einer umfassenden Analyse des Lagerhaus-Management-Systems macht DG Nexolution einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Einführung von SAP S/4HANA.
DG Nexolution
Die DG Nexolution eG mit Sitz in Wiesbaden ist ein Dienstleistungsanbieter im genossenschaftlichen Verbund, wobei sich das Geschäft u.a. auf die Bedürfnisse der Volks- und Reiffeisenbanken fokussiert.
2024 beschäftigte die DG Nexolution-Gruppe etwa 840 Mitarbeiter und erzielte einen Jahresumsatz von 185,0 Millionen Euro.
Ausgangssituation
Das bisher eingesetzte SAP EWM 9.2 befand sich außerhalb der SAP-Wartung und stellte damit ein operatives und strategisches Risiko dar. Gleichzeitig lag ein stark kundenspezifisches, eigenentwickeltes EWM-System mit schmaler, veralteter Dokumentation vor, wodurch zentrale Prozessabläufe und technische Zusammenhänge nur begrenzt nachvollziehbar waren. Vor dem Hintergrund der geplanten Transformation hin zu SAP S/4HANA wurde deutlich, dass zunächst eine stabile, dokumentierte und wartbare EWM-Basis geschaffen werden musste. Daraus ergab sich der klare Handlungsbedarf, sowohl das System auf eine unterstützte Version anzuheben als auch eine vollständige Transparenz über alle technischen und fachlichen Komponenten herzustellen.
Carmen Janzen, SAP-Leitung DG Nexolution:
„[…] Ihr habt wirklich Großes geleistet und für euren Einsatz bin ich mehr als dankbar. […]“
Sebastian Götze, Lagerleiter DG Nexolution:
„[…] Die Zusammenarbeit war kollegial und produktiv vom Start bis zum Abschluss. Das Know-how von B&P ist besonders hervorzuheben. Keine Herausforderung ohne Lösung!“
Projektziele
Ziel des Projekts war es, das bestehende EWM-System so weiterzuentwickeln, dass es wieder in einem wartbaren und zukunftsfähigen Zustand betrieben werden kann. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der Analyse des EWM-Systems sowie der Erstellung einer Business Process Master List (BPML), angereichert mit Bestandteilen einer IT-Dokumentation, um Transparenz über Prozesse, Schnittstellen und kundenspezifische Erweiterungen zu schaffen. Zusätzlich sollte eine Simulation der Fördertechnik zum Laufen gebracht und ein strukturierter Anlagentest konzipiert werden. Abschließend war das Ziel des Projekts, das Upgrade auf SAP EWM 9.5 durchzuführen und damit die SAP-Wartungsfähigkeit wiederherzustellen.
Herausforderung
- Koordination und fachlich-technische Abstimmung zahlreicher beteiligter Parteien.
- Stark kundenspezifisches, eigenentwickeltes EWM-System mit schmaler, veralteter Dokumentation und geringen technischen Systemkenntnissen im Betrieb.
Lösung
- Tiefgehende technische und fachliche Analyse des Systems.
- Durchführung des Upgrades auf einer temporären Testlandschaft mit intensiven Testzyklen.
- Engmaschige Begleitung durch eine einwöchige Hypercare-Phase nach dem Go-Live.
Umsetzung
Brandt und Partner übernahm die Projektleitung, sowie die fachliche und technische Verantwortung, für sämtliche EWM-bezogenen Themen. Innerhalb des Projektzeitraums von Anfang März bis Ende Oktober 2025 und unter Einhaltung des vorgegebenen Budgets wurden alle relevanten Systembereiche analysiert und dokumentiert sowie das Update auf SAP EWM 9.5 begleitet. Auf Basis der aufgenommenen Prozesse wurden auch Optimierungspotenziale identifiziert und teils umgesetzt, darunter insbesondere die Verschlankung des Kalender-Kommissionier-Prozesses und Anpassungen in verschiedenen RF-Dialogen. Parallel erfolgte eine detaillierte Analyse aller Schnittstellen zwischen den beteiligten Systemen, um Abhängigkeiten klar darzustellen und technische Risiken zu minimieren.
Ein weiterer zentraler Bestandteil der Umsetzung waren ausgiebige Systemtests. Dazu wurden umfangreiche technische und fachliche Testreihen definiert und durchgeführt, darunter Smoke-Tests, Integrations-Tests, Simulationstests sowie Anlagentests vor Ort. Zudem wurde die Simulation des Materialfluss-Systems erfolgreich in Betrieb genommen und in die Testabläufe integriert. Der Go-Live des Upgrades auf EWM 9.5 erfolgte Ende Oktober 2025, begleitet von einer einwöchigen Hypercare-Phase zur Unterstützung des laufenden Betriebs.